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Rubrik
Gesundheit und Sicherheit
Lesezeit
3 Min.
Aktualisiert

Naturgefahren im Urlaub: Erdbeben, Hochwasser, Wirbelsturm

Wer in Südostasien, in der Karibik oder am Mittelmeer Urlaub macht, reist manchmal in Regionen mit Erdbeben, Wirbelstürmen oder Starkregen. Die Wahrscheinlichkeit, selbst betroffen zu sein, ist klein. Wenn es doch passiert, hilft es sehr, die wichtigsten Regeln schon einmal gelesen zu haben.

Hinweis auf einen Tsunami-Fluchtweg auf einer Straße in Kamakura, Japan
Hinweis auf einen Tsunami-Fluchtweg auf einer Straße in Kamakura, Japan Foto: DimiTalen, CC0, Wikimedia Commons

Vor der Reise: Saison und Krisenvorsorgeliste

Viele Naturgefahren haben eine Jahreszeit. Die Hurrikansaison im Atlantik, die Florida, die Karibik und Mittelamerika betrifft, dauert offiziell vom 1. Juni bis zum 30. November, mit einem Schwerpunkt im Spätsommer. Im westlichen Pazifik, etwa auf den Philippinen und in Japan, heißen die Wirbelstürme Taifune, und in Südasien bringt der Monsun Starkregen und Überschwemmungen. Wer in diesen Monaten reist, sollte das wissen und flexibel bleiben.

Das Auswärtige Amt führt eine Krisenvorsorgeliste mit dem Namen Elefand. Deutsche, die sich im Ausland aufhalten, können sich dort mit Reisedaten und Kontakt eintragen. Im Krisenfall kann die Botschaft sie dann erreichen und informieren. Die Eintragung ist freiwillig und kostenlos und vor allem bei längeren Aufenthalten oder Reisen in Risikogebiete sinnvoll.

Erdbeben

Bei einem Erdbeben bleibt keine Zeit zum Überlegen. Die empfohlene Reaktion in Gebäuden heißt auf Englisch „Drop, Cover, Hold on“: auf die Knie gehen, unter einem stabilen Tisch Schutz suchen und sich festhalten, bis das Beben aufhört. Ist kein Tisch da, schützen Sie Kopf und Nacken mit den Armen und halten sich von Fenstern, Regalen und Außenwänden fern.

Rennen Sie nicht während des Bebens ins Freie, denn in Eingängen und auf Gehwegen fallen Glas, Ziegel und Fassadenteile herab. Nutzen Sie danach die Treppe, nicht den Aufzug. Im Freien suchen Sie einen Platz ohne Gebäude, Bäume und Stromleitungen in der Nähe. Rechnen Sie mit Nachbeben.

Tsunami

An der Küste kann ein starkes Erdbeben eine Flutwelle auslösen. Die wichtigste Regel: Wer am Meer ein starkes oder lang anhaltendes Beben spürt, wartet nicht auf eine offizielle Warnung, sondern geht sofort auf höher gelegenes Gelände oder in die oberen Stockwerke eines stabilen Gebäudes. Ein weiteres Warnzeichen ist, wenn sich das Meer plötzlich weit zurückzieht. In vielen gefährdeten Orten zeigen Schilder den Fluchtweg. Prägen Sie sich bei der Ankunft ein, wohin er führt.

Hochwasser und Starkregen

Bei Überschwemmungen sterben viele Menschen in Autos. Schon rund 30 Zentimeter fließendes Wasser können ein Auto mitreißen, und wie tief eine überflutete Straße ist, sieht man von außen nicht. Fahren und gehen Sie nicht durch fließendes Wasser. In Schluchten und trockenen Flussbetten können Sturzfluten nach Gewittern weit entfernt in kurzer Zeit entstehen. Campen Sie dort nicht.

Wirbelsturm

Hurrikane und Taifune werden meist Tage vorher angekündigt. Folgen Sie den Anweisungen der örtlichen Behörden und Ihres Hotels. Wird eine Evakuierung angeordnet, gehen Sie. Während des Sturms bleiben Sie in einem Innenraum ohne Fenster, auch dann, wenn es zwischendurch ruhig wird. Das kann das Auge des Sturms sein, danach kommt der Wind aus der anderen Richtung zurück.

Ihre Rechte bei einer Pauschalreise

Treten am Urlaubsort oder in seiner unmittelbaren Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auf, die die Reise erheblich beeinträchtigen, können Sie eine Pauschalreise vor Beginn kostenlos stornieren. So steht es in § 651h des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Ein angekündigter Wirbelsturm oder eine Überschwemmung am Zielort kann ein solcher Umstand sein. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts gilt dabei als starkes Indiz. Bei einzeln gebuchten Flügen und Hotels hängt es von den jeweiligen Bedingungen ab, eine Reiserücktrittsversicherung deckt solche Fälle oft nicht ab.

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