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Reiseratgeber für Abreise, Anreise und unterwegs

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Rubrik
Gesundheit und Sicherheit
Lesezeit
3 Min.
Aktualisiert

Sicher unterwegs in fremden Großstädten

Eine fremde Großstadt kann am ersten Tag überwältigend sein: Lärm, Verkehr, Schilder in einer anderen Schrift und ein Nahverkehrsnetz mit hundert Linien. Nach ein, zwei Tagen hat man den Dreh meist heraus. Ein paar Gewohnheiten helfen, schneller anzukommen.

Die Shibuya-Kreuzung in Tokio bei Nacht
Die Shibuya-Kreuzung in Tokio bei Nacht Foto: Syced, CC0, Wikimedia Commons

Orientierung, auch ohne Netz

Laden Sie vor der Reise eine Offline-Karte der Stadt auf Ihr Handy. Die gängigen Kartendienste bieten das an, und die Ortung per GPS funktioniert auch ohne Datenverbindung. So finden Sie Ihren Weg, wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist oder das Netz in der U-Bahn fehlt.

Notieren Sie die Adresse Ihrer Unterkunft auf einem Zettel, und zwar in der Landessprache und Landesschrift. In Tokio, Bangkok oder Kairo kann ein Taxifahrer mit einer lateinisch geschriebenen Adresse oft wenig anfangen. Viele Hotels haben Visitenkarten an der Rezeption, eine davon gehört ins Portemonnaie.

Nahverkehr und Taxi

Der öffentliche Nahverkehr ist in vielen Metropolen die schnellste und sicherste Art, sich zu bewegen. Besorgen Sie sich am ersten Tag eine Fahrkarte für mehrere Tage oder eine aufladbare Karte, das spart das Suchen am Automaten. Achten Sie in vollen Zügen auf Ihre Wertsachen, Hinweise dazu stehen unter Diebstahl auf Reisen.

Nehmen Sie Taxis an offiziellen Ständen oder bestellen Sie sie über das Hotel oder eine verbreitete App. Am Flughafen und vor großen Bahnhöfen sprechen oft Fahrer ohne Lizenz Reisende an, die mit Gepäck kommen. Fragen Sie vor der Fahrt nach dem ungefähren Preis oder bestehen Sie auf dem Taxameter. Wie Sie vom Flughafen ohne Taxi in die Stadt kommen, steht im Beitrag über Bus und Bahn zum Flughafen.

Verkehr

In Großbritannien, Irland, Japan, Thailand, Indien, Australien und einigen weiteren Ländern herrscht Linksverkehr. Wer das nicht gewohnt ist, schaut beim Überqueren der Straße instinktiv in die falsche Richtung. In London stehen deshalb an vielen Übergängen Hinweise auf dem Asphalt, in welche Richtung man blicken soll. Halten Sie sich daran, auch wenn es sich die ersten Male seltsam anfühlt.

In manchen Städten gelten Zebrastreifen eher als Empfehlung. Gehen Sie mit dem Strom der Einheimischen über die Straße, gleichmäßig und ohne plötzliches Stehenbleiben, dann können sich Motorrad- und Rollerfahrer auf Sie einstellen.

Menschenmengen

Bei Festen, Konzerten und Demonstrationen kann es sehr eng werden. Behalten Sie den Überblick, wo die Ausgänge sind, und bleiben Sie lieber am Rand als in der Mitte. Wird es zu dicht, bewegen Sie sich schräg zur Strömung aus der Menge heraus. Vereinbaren Sie mit Ihrer Reisebegleitung einen Treffpunkt, falls Sie sich verlieren, denn das Handynetz ist in solchen Situationen oft überlastet.

Politische Kundgebungen meiden Sie im Ausland am besten ganz. Was in Deutschland eine friedliche Demonstration ist, kann anderswo schnell eskalieren, und als Ausländer geraten Sie leicht zwischen die Fronten.

Hitze, Smog und Wasser

Großstädte speichern Wärme. An heißen Tagen sind Mittagsstunden auf offener Straße anstrengender als gedacht. Planen Sie Besichtigungen am Morgen und am späten Nachmittag und gehen Sie mittags in Museen oder Parks. In manchen Metropolen ist die Luft an einzelnen Tagen stark belastet. Wer Asthma hat, sollte die Werte im Blick behalten. Und wo das Leitungswasser nicht trinkbar ist, gilt das auch für die Eiswürfel in der Hotelbar, mehr dazu unter Trinkwasser auf Reisen.

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